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Felgenbremsen einstellen
Schlauch unter Wasser prüfen Einfaches Nachstellen der Bremsen
Bremsklötze wechseln
Wechseln des Bremskabels
     Enfernen des alten Innenkabels
     Einbau des neuen Innenkabels
     Wechsel der Kabelhülle
     Fetten oder nicht?
Zentrieren der Bremszangen




 
 
 
Mittlerweile sind so viele Bremstypen auf dem Markt, dass sich kaum noch etwas einheitliches darüber sagen lässt. Daher beschränke ich mich hier auf eine stark vereinfachte Darstellung.
Wenn ich am Bremshebel ziehe, werden die Bremsklötze an die Felge gedrückt. Die Bremszangen sind mit Federn ausgerüstet, die die Bremse immer nach aussen drücken.
Wenn ich also bremse, drücke ich diese Feder(n) zusammen. Meine Kraft wird vom Bremshebel über den Bowdenzug auf die Bremszangen übertragen.

Wenn die Bremsklötze abgefahren oder verschmutzt sind, lässt die Wirkung der Bremse rapide nach.

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Einfaches Nachstellen der Bremsen

Wenn die Klötze nur leicht abgefahren sind, lässt sich die Bremse meist noch von Hand und ohne Werkzeug nachstellen. Dies geschieht beispielsweise durch Schräubeln an der Bremszange.
Hier auf dem Bild sehen Sie, wie's geht: mit der linken Hand werden die Bremsbacken zusammengedrückt, während die Schraube, (in welche die Kabelhülle mündet), im Gegenuhrzeigersinn etwas herausgeschraubt wird.

Wenn die Schraube klemmt, muss eine Flachzange zu Hilfe genommen werden.
 
 
 

Viele neuere Velos haben auch am Bremsgriff eine Justierschraube, mit der die Bremskabelspannung erhöht werden kann. Auch sie kann im Gegenuhrzeigersinn herausgedreht werden.

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Bremsklötze wechseln

Darauf achten, dass die Bremsklötze schön parallel zur Felge montiert werden. Stehen sie zu hoch, kann der Pneu beim Bremsen weggeraspelt werden. Stehen sie zu tief, entstehen an der unteren Seite der Klötze Kanten, die später die Bremse blockieren können.
Werkzeug: Bei alten Felgenbremsen vom Typ "Weinmann" genügt ein Gabelschlüssel mit der Maulweite 10-11. Für Cantilever-Bremsen brauchen Sie oft auch den Gabelschlüssel 10-11 und zusätzlich einen Inbusschlüssel in der Grösse 5 oder 6.

Auf dem Bild links sehen Sie eine Cantilever-Bremse, wie sie heute an vielen Mountain und Citybikes verwendet wird. Um die Klötze zu wechseln, ist es von Vorteil, wenn auf der Gegenseite zuerst das Bremskabel ausgehängt worden ist.

Mit dem 10er Gabelschlüssel wird die Klemmvorrichtung für den Klotz gelöst und dann der Klotz herausgezogen.

Bei der Montage des neuen Klotzes wird die vorhin gelöste Schraube wieder mit dem Gabelschlüssel angezogen. Gleichzeitig muss mit einem Inbusschlüssel gegengehalten werden, damit der Klotz in der richtigen Position bleibt.
Bei der Montage von Cantilever-Klötzen muss besonders darauf geachtet werden, in welchem Winkel sie zur Felge stehen.

Es ist wichtig, dass die Klötze die Felge zuerst mit ihren vorderen Teilen berühren. Falls sie genau parallel oder umgekehrt zur Felge stehen, quietschen sie gar fürchterlich!

Die Einstellung des  richtigen Winkels ist oftmals etwas mühsam und je nach Bremse verschieden.

Manche Bremsklötze sind sogenannte "Felgenfresser", sie sind so hart, dass sich beim Bremsen Metallspäne aus der Felge lösen. Vor allem Shimano-Klötze sind in den letzten Jahren so aggressiv geworden, dass sie für den Alltagsgebrauch ungeeignet sind. Ich empfehle als Alternative die weicheren Kool-Stop-Klötze.
 
 

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Wechseln des Bremskabels

Der Bowdenzug besteht aus einem Innenkabel und einer Kabelhülle.
Das Innenkabel muss sich innerhalb der Kabelhülle gut hin-und herbewegen können.
Wenn das Kabel festgerostet ist (kommt oft vor bei Damenvelos, da es dort in die hintere Kabelhülle hineinregnen kann), lässt sich der Bremshebel nicht mehr bewegen.
Wenn die Kabelhülle gebrochen ist und Knicke hat, braucht's mehr Kraft zum Bremsen und manchmal blockiert sogar die ganze Bremse.
Mit dem Innenkabel  fest verbunden ist ein Nippel: dieser ist im Innern des Bremshebels eingehängt. (Bremskabel reissen übrigens meist in der Nähe des Nippels. Es lohnt sich also hin-und wieder einen Kontrollblick in den Bremshebel zu werfen.)
Das andere Ende des Innenkabels ist an der Bremszange fixiert.

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Entfernen des alten Innenkabels

Zuerst muss die Schraube mit der das Innenkabel an der Bremszange fixiert ist, gelöst werden. Dann wird der Bremsgriff einmal kräftig durchgedrückt und das Kabel löst sich aus der Fixierung. Nun kann der Nippel aus dem Bremsgriff ausgehängt werden. Am Nippel ziehen bis das Kabel ganz aus der Bremskabelhülle gezogen ist. Achtung: Bei manchen Bremsgriffen ist zwischen Griff und Aussenhülle eine Anschlaghülse, die jetzt schnell verloren gehen kann.

Hier sehen Sie einen Bremshebel mit Justierschraube. An dieser Stelle könnte theoretisch auch bloss eine Anschlaghülse aus Plastic sein (z.B. Bei alten Weinmann-Bremsen) Ob Justierschraube oder Anschlaghülse: Wichtig ist, dass etwas da ist, das die Kabelhülle stoppt, sonst würde sie beim ersten Bremsversuch in den Hebel gezogen, und das Velo würde fröhlich weiterfahren!
 

Einbau des neuen Innenkabels

Beim Kauf darauf achten, dass es verschiedene Kabeltypen gibt: solche mit Birnennippel (oft an Rennvelos und äteren Sportvelos) oder mit Zylindernippel (am alten Dreigänger) oder grossem Zylindernippel (an Mountain-und Citybikes)- am besten das alte Kabel beim Kauf mitnehmen. Wem ständig das Kabel festrostet,empfehle ich rostfreie Kabel (teurer!) in diesem Fall sollte aber auch die Kabelhülle gewechselt werden.
Zuerst wird der Kabelnippel im Bremsgriff eingehängt, durch Justierschraube (oder Anschlaghülse) und durch die Kabelhülle gezogen. Bei den Bremszangen ist auch ein Gegenanschlag (Meist die Schraube, womit die Bremse nachgestellt werden kann, siehe Seite 5). Mit dem Kabel auch durch diese Justierschraube durch und nun wartet schon die Kabelklemmschraube auf Sie.
Falls Sie drei Hände haben ist das Nachfolgende überhaupt kein Problem! Es müssen nun gleichzeitig beide Bremsbacken an die Felge gedrückt, das Kabel mit einer Zange gezogen und und die Kabelklemmschraube angezogen werden. Wenn Sie bloss zwei Hände haben, lassen Sie sich helfen oder kaufen Sie einen Bremskabelspanner.
Oft hat die Kabelklemmschraube ein kleines Loch, durch das das Kabel gezogen wird. Wer nun diese schwache Schraube wie ein Rübezahl festzieht, wird nun erleben wie's "pling" macht, weil die Schraube mittendurch bricht und wegspickt. Also, mit Gefühl!
 

Wechseln der Kabelhülle

Auf die richtige Länge achten. Die Kabelhülle muss flexible Bögen beschreiben, damit das Innenkabel ungehindert hin-und hergleiten kann. Im Lenkerbereich muss das Kabel  lang genug sein, damit auch Kurven gefahren werden können.
Die Enden der Kabelhüllen müssen sauber abgeschnitten sein. Oft geht dies nicht mit einem normalen Seitenschneider, sondern nur mit einer speziellen Kabelschere. Verkantungen am Ende der Hülle führen zu Blockierungen.
Es gibt Kabelhüllen die innen ein Teflon- oder Kunststoffröhrchen haben. Diese lassen das Innenkabel besser gleiten und verhindern ein Festrosten.
 

Fetten oder nicht?

Wenn das Innenkabel durch eine herkömmliche Kabelhülle gezogen wird, kann sie reichlich gefettet werden. Ich empfehle in diesem Zusammenhang Graphitfett. Auch nachträglich kann mal ein wenig Nähmaschinenöl in die Kabelhülle getröpfelt werden. (Lohnt sich vor allem bei der Hinterradbremse von Damenvelos, wo's ständig reinregnen kann)
Bei innenbeschichteten Kabelhüllen gehen die Meinungen auseinander, ob überhaupt gefettet werden soll, da Fette und Öle die Beschichtung angreifen. Ich meinerseits fette ganz sparsam mit Graphitfett. Eine Alternative wäre auch reines Graphitpulver, das gute Schmiereigenschaften hat.

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Zentrieren der Bremszangen

Wer kennt nicht das Problem von einseitig ziehenden und streifenden Bremsen? Bevor Sie an der Bremse rumschrauben, kontrollieren Sie erst, ob das Rad gerade sitzt und keine Acht hat.

Bei den alten Seitenzugbremsen, ist das Zentrieren am mühsamsten, und oft ist der Erfolg nur von kurzer Dauer. Bei vielen alten Weinmann-Bremsen hat es vorne in der Mitte einen sechseckigen Zentrierbolzen (umgeben von einem schwarzen runden Plasticding), der sich mit einer 4-er oder 5-er Nuss bewegen lassen sollte. Oft sitzt aber alles so fest, dass die Schraube, mit der die Bremse am Velo festgemacht ist, gelöst werden muss (mit einem 10-11er Gabelschlüssel)
Bei uralten Seitenzugbremsen ist oft auch die Bremsfeder verbogen, schlapp oder zerbrochen und mit etwas Pech muss die ganze Bremse auseinandergenommen werden.

Cantileverbremsen und die neuen V-Brakes verstellen sich zum Glück nicht so leicht, und meist lassen Sie sich einfach zentrieren.
Seitlich an den Bremszangen befindet sich eine Zentrierschraube. Wird diese hineingeschraubt entfernt sich die entsprechende Bremsbacke von der Felge, währen die Bremsbacke auf der Gegenseite näher an die Felge herangerückt wird.
Werkzeug: Meist Kreuzschraubenzieher oder 2er-Inbusschlüssel.

© by Ingrid Kaufmann

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